Das Symbol der Hoffnung ist ein Anker. Auf dem offenen Meer gibt es keinen Halt; man wird von Wind und Wellen hin- und hergetrieben – es sei denn, man kann einen Anker werfen.
Unser Leben könnte man mit einem Boot vergleichen. Manchmal liegen wir im sicheren Hafen. Aber oft sind wir auf stürmischer See unterwegs. Und da macht es einen entscheidenden Unterschied, ob wir einen Anker haben, der unserer Seele Sicherheit und Festigkeit gibt. Allerdings muss es ein stabiler, funktionstüchtiger Anker sein. Sonst ist unsere Hoffnung trügerisch, und im Zweifelsfall gehen wir unter.
Als Christen setzen wir unsere Hoffnung auf Gott, den Vater Jesu Christi. Er ist, so bezeugt es die Bibel und unzählige Menschen seit Jahrhunderten, ein Gott, der nicht lügt und sich uns mit einem Eid verpflichtet. Dieser Eid wird besiegelt durch Jesus Christus, seinen geliebten Sohn. Jesus hat durch seinen Tod und seine Auferstehung den Zugang zu Gott, den wir uns selbst verbaut haben, wieder frei gemacht hat.
Wie können wir diesen Anker nutzen? Indem wir Gott unser Vertrauen aussprechen und seine heilige Gegenwart in unserem Leben wahrnehmen lernen. Ein Vorschlag für das tägliche Gebet: „Lieber himmlischer Vater! Ich danke Dir für Deine Liebe und Vergebung! Lass mich Deine Gegenwart heute wahrnehmen und in Deinem Sinne handeln! Segne mich, und durch mich meine Mitmenschen! Hilf uns, in deinem Frieden zu leben. Amen!“
Pfarrerin Christiane Seresse