Überfluss

veröffentlicht 14.04.2026, Ev. Gesamtkirchengemeinde Babenhausen-Schaafheim

„Ist das nicht ein bisschen viel, was da auf dem Altar steht?“ Bericht zum Lichtblicke-Gottesdienst vom 12. April 2026

„Ist das nicht ein bisschen viel, was da auf dem Altar steht?“ wundert sich ein Gottesdienstbesucher. Im Lichtblicke-Gottesdienst wurde am Sonntag, 12.4., das Agapemahl gefeiert – eine Form des Abendmahls mit Brot und Trauben. Und diesmal gab es nicht nur ein symbolisches Häppchen, sondern genug für alle, so richtig zum Sattwerden. Immer wieder wurden die Körbe durch die Reihen gereicht, und die Gottesdienstbesucher aßen und aßen und freuten sich und kamen miteinander ins Gespräch. 

Von Gott und seiner Liebe werden wir satt – das konnte hier jeder erfahren. Zuvor hatte Johannes Vogt, Pastor und Gastprediger, erklärt: „Gott tut etwas, was er nicht müsste. Er gibt uns in Jesus, seinem Sohn, mehr als genug.“ Sein Ausgangspunkt war der Bericht über eine Frau, die Jesus zwei Tage vor seiner Kreuzigung mit einem kostbaren Öl salbte. Ein Öl, das aus dem Himalaya stammte und etwa ein Jahresgehalt wert war! Von Jesu Jüngern wird sie dafür scharf kritisiert („Das Geld hätte man doch den Armen geben können!“), aber Jesus nimmt sie in Schutz. Ihre Liebe und die Hingabe, mit der sie sie zum Ausdruck bringt, erscheint unangemessen und irritierend. Aber gerade damit wird sie zum Hinweis auf die verschwenderische, überfließende Liebe Jesu. „War es wirklich notwendig, dass Jesus gekreuzigt wurde?“ fragt sich mancher, bis heute. Und tatsächlich erscheint das Kreuz anstößig und völlig deplaziert, auch in unserer Welt. Nur wer sich Jesu Vergebung schenken lässt, erfährt die tiefe Wahrheit dieses Geheimnisses Gottes.

So erging es einem Mitarbeiter, der, bevor er die Fürbitten vortrug, sichtlich bewegt von einem persönlichen Erlebnis berichtete. Nach seiner Taufe vor einigen Jahren kam eine ältere Dame auf ihn zu und sagte, sie freue sich, ihn endlich kennenzulernen, denn sie habe jahrelang für ihn gebetet. Durch unsere Fürbitte, so folgerte der Mitarbeiter, können wir viel bewirken – eben auch, dass Menschen die Liebe Gottes erfahren und in ihr Herz lassen.

Waren die Gottesdienstbesucher schon mit einem Schmunzeln in die Kirche gekommen (denn man hatte ihnen am Eingang Handcreme angeboten, so dass die meisten sich die Hände rieben, als sie den Kirchraum betraten), so blickte man auch am Ausgang in viele entspannte und fröhlich lächelnde Gesichter. „Sehr schöner Gottesdienst heute!“ resümierte eine Besucherin.

Der nächste Lichtblicke-Gottesdienst ist am 10. Mai, ausnahmsweise um 10.15 Uhr. Dann wird das Lichtblicke-Team die diesjährige Konfirmation mitgestalten.